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Verein der ehemaligen
Ministranten Östringen

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Pilgerreise Athos Mai 2012


Der östliche der drei Finger der Halbinsel Chalkidike, im Nordosten Griechenlands gelegen, das ist der "Berg Athos", Mönchsland seit mehr als tausend Jahren. Nur wenige nichtorthodoxe Pilger düfen, mit dem entsprechenden Visum ausgestattet, in die autonome Mönchsrepublik einreisen. Frauen wird der Zutritt seit alters her verwehrt. Als wir hörten, was für außergewöhliche Orte es doch heutzutage noch in Europa gibt, war uns klar: Das ist ein würdiges Ziel für eine unserer Pilgerreisen! Seit der ersten Idee sollten jedoch noch ganze sieben Jahre vergehen, bis im Mai fünf Mitglieder des Vereins der ehemaligen Ministranten den Plan dann letzlich in die Tat umsetzen konnten.

In Thessaloniki, der zweitgrößten Stadt Griechenlands, angekommen begaben wir uns unter der fachkundigen Leitung unseres Reiseleiters Alexander Dombrowski auf die Spuren des Apostels Paulus. Mit dem Überlandbus ging es am nächsten Tag weiter nach Ouranoupolis, der "Himmelsstadt". Gleich neben dem Wahrzeichen der Stadt, dem Prosphorios-Turm, legen die Fähren zur die Überfahrt auf Halbinsel Athos ab. Von hier aus gelangten auch wir zum Athoshafen Daphni und von dort per Minibus gleich weiter in das vor fast 1.050 Jahren gegründete und damit älteste Kloster des Athos, Megisti Lavra, wo wir die erste Nacht auf dem Heiligen Berg verbringen sollten. Bei der in düsterer Athmosphäre gefeierten Messe und auch bei dem in altem Gemäuer im Kreise der Mönche schweigend eingenommenen, recht spartanischen Abendessen konnte man die Jahrhunderte förmich spüren. Nach der kargen Kost mussten wir schon jetzt auf unsere eisernen Reserven zurückgreifen!







So gestärkt begannen wir tags darauf den mühevollen Aufstieg auf den 2.048 Meter hohen Gipfel des Athos. Auf 1.500 Meter sahen wir uns gezwungen, im Freien vor der überfüllten Berghütte zu übernachten, was bei 2°C ein erfrischendes Erlebnis war. Für die Temperaturen wurden wir aber durch einen herrlich klaren Sternenhimmel entschädigt.

Am nächsten Morgen um 4:00 Uhr machten wir uns auf die letzte Etappe hinauf zum Gipfel, um dort einen traumhaften Sonnenaufgang zu genießen. Vor dem Abstieg trafen wir noch einen Eremiten, mit dem wir unseren restlichen Proviant teilten. 







Nachdem er die meisten Dienstjahre vorweisen konnte, durfte Helmut den beschwerlichen Weg hinunter auf dem Rücken eines Maultiers zurücklegen. Er hatte damit allerdings nicht unbedingt die bequemere Variante gewählt, galt es sich doch auf den steil abschüssigen Bergpfaden gut festzuhalten.







Am späten Nachmittag kamen Maultier, Reiter und Wanderer dann erschöpft aber wohlbehalten in der Skite Agias Annas an, einem am Steilabhang über dem Meer gelegenen Klosterdorf. Hier haben wir erneut an einer orthodoxen Messe teilgenommen und konnten uns dann nach einem einfachen aber wohlschmeckenden Abendessen im herrlichen Innenhof der Anlage entspannen und mit anderen Pilgern austauschen, bevor wir uns zur dritten und lezten Nacht auf dem Athos zur Ruhe legten.



Auf dem Weg Richtung Anlegestelle, von wo aus uns die Fähre wieder zurück in die "normale Welt" bringen sollte, besuchten wir noch das Kloster Agiu Pavlu. Hier hatten wir das Glück Pater David zu begegnen, der uns nicht nur Dank seiner guten Deutschkenntnisse sondern auch durch seine ruhige, besonnene Art einen guten Eindruck vermitteln konnte was es bedeutet, als Mönch auf dem Athos zu leben. 


Im Anschluss reichte es gerade noch für ein kurzes, erfrischendes Bad im Mittelmeer bevor es - mit vielen neuen Eindrücken - wieder zurück nach Ouranoupolis ging. Hier begleiteten wir am sich anschließenden Erholungstag noch einen der einheimischen Fischer auf seinem Boot nach draußen. Der von uns gemachte Fang wurde nach der Rückkehr gleich in nächstbesten Strandlokal gebraten und dann von der Runde genussvoll verspeist. Dies war jedoch auch schon der Schlusspunkt einer gelungenen Reise, denn schon am nächsten Tag galt es sich von unserem Reiseleiter Alexander Dombrowski, dem an dieser Stelle nochmals herzlich für die gute Organisation gedankt sei, zu verabschieden und den Flug Richtung Heimat anzutreten. 


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